Balou
Nach 7 Monaten hat sich Balou voll integriert und ist aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken. Bis auf die Tatsache, dass er alles frisst was ihm in die Quere kommt hat er wirklich keine Macken. Er klaut alle Spielsachen seiner Hunde- Kollegin, aber für ein Leckerli gibt er auch mal wieder was her. Golfbälle haben es ihm nach wie vor besonders angetan, und die können nur gegen Wiener Würstchen getauscht werden.
Ansonsten ist er recht fröhlicher Geselle. Mein Mann und ich haben uns ja mal für einen Husky Mischling interessiert, weil wir regelmäßig joggen gehen und ihn da mitnehmen können. Balou ist aber so eine faule Socke, dass immer wenn mein Mann seine Jogging Schuhe anzieht unser Hund Schwanz wedelnd in seinem Korb verschwindet. So langsam lässt er sich aber zu ein bisschen Herz- Kreislauf Training überreden. Seine liebste sportliche Anstrengung ist hier in meinem Küchengeschäft zu warten bis ich um die Ecke bin um dann schnell mal in die offene Küche zu schauen, ob man den Mülleimer leer fressen könnte. Da ist er recht flink.
Nach ungefähr 3 Monaten hatte er mal so eine ängstliche Fase, dass er kaum noch rausgehen wollte. Meine Tierärztin meinte, dass das mit dem Hormonabfall nach der Kastration zu tun haben könnte. Gott sei Dank hat sich das gelegt, allerdings pflegt der Herr nach einem Gewitter das Haus nicht mehr zu verlassen, und in unserer österreichischen Ferienwohnung, wo es rund herum keine Straßenbeleuchtung gibt geht er nachts auch nicht mehr raus, viel zu unheimlich.
Das einzige Malheur ist im August dort in Österreich passiert, als mein Vater Balou abgeholt hat und die Hühner unseres Nachbarn zu nahe waren. Eines hat er erwischt und vernichtet. Uns hat es ein Flasche Schnaps gekostet. Wenn es verlockende Beute gibt kann er eben schön schnell sein.
Insgesamt haben wir sehr viel Freude an unserem Zwergpony, und insbesondere ich bin mit Hund einfach ein ganzer Mensch.